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Hilfswerk

Haiti: Gesundheit - Bildung - Wirtschaft/Landwirtschaft


Jetzt geht es um nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe


Vier Monate nach dem Erdbeben, das die Welt erschütterte, konnten durch die gesamt-österreichische Hilfsbereitschaft Schritt für Schritt nach der ersten Nothilfe weitere Projekte starten.

 

Geschäftsführerin Heidi Burkhart: „Uns ist wichtig, dass alle unsere Projekte zukunftsorientiert sind. Die 3 Säulen Gesundheit - Bildung - (Land-)Wirtschaft garantieren, dass wir den Menschen in Haiti langfristige Hilfe geben können."

 

Unterstützung der Landwirtschaft

 

Haiti ist das ärmste Land in der westlichen Hemisphäre, und zugleich eines der anfälligsten für Naturkatastrophen. 22% der Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt. Ein hoher Anteil der Bevölkerung kann es sich nicht leisten ausreichend Lebensmittel zu kaufen. Unterernährung und die Unterentwicklung der Landwirtschaft sind in den nördlichen Provinzen Haitis am akutesten, besonders im dürren Nord-Westen. Hinzu kommt, dass mittlerweile 600.000 Menschen (Stand März) aus der Hauptstadt Port au Prince abgewandert sind. Die umliegenden Regionen waren für diesen Flüchtlingsstrom nicht gewappnet. Es steigen daher einerseits die Anzahl der Haushaltsmitglieder, andererseits steigen die Lebensmittelpreise immer mehr.

 

Das HWA Landwirtschaftsprojekt im Nord-Westen hat zum Ziel, die von der Zuwanderung der Erdbeben-gebiete am meisten betroffenen Familien durch die Verstärkung der Produktion von Lebensmitteln und durch die Steigerung des Haushaltseinkommens zu unterstützen. Die Verteilung von landwirtschaftlichen Gütern und die Herstellung von Lagermöglichkeiten für die Ernte sorgen für erhöhte Produktivität. Die Rehabilitation der Bewässerungssysteme wird die Qualität und Quantität der Landwirtschaftsgebiete erhöhen. Der Anbau von schnell wachsenden Lebensmitteln wie Mais, Bohnen und Sorghum sowie Gemüse ist wichtig, um eine ausreichend kalorienreiche Ernährung der Bevölkerung sicher zu stellen. Frauen, die für die Ernährung der Familie sorgen, erhalten Geflügel für die Eierproduktion und zum Verkauf.

 

Programmdirektor Fredy Rivera: „ Besonders wichtig ist die Gründung von landwirtschaftlichen Kooperativen. Durch den Zusammenschluss der Bauern können sie bessere Preise erzielen und auch langfristig günstigen Zugang zu den nötigen Geräten, Saatgut und Dünger erhalten."

 

Traumabewältigung durch einen geregelten Alltag

 

Im Stadtteil Cité Soleil in Port au Prince ermöglicht Hilfswerk Austria International den Betrieb einer provisorische Zeltschule, um 2.000 SchülerInnen einen geregelten Alltag bieten zu können. Dadurch kann das Trauma des Erlebten von den Kindern besser verarbeitet werden. Nach dem Beben kamen viele Kinder und Jugendliche jeden Tag in ihren Schuluniformen auf das Gelände ihrer zerstörten Schule. Nun kann ein - wenn auch provisorischer - Unterricht stattfinden. Die SchülerInnen sowie 32 LehrerInnen werden mit Mahlzeiten und Schulmaterialien versorgt.

 

Neubau eines Krankenhauses

 

Das größte Projekt ist in Vorbereitung. Ein Krankenhaus in Saint Louis du Nord in der Nordwest-Provinz wird die medizinische Versorgung für die gesamte Region sicherstellen. Der dafür notwendige Logistikplan wird derzeit mit Experten vor Ort erstellt.

 

Heidi Burkhart hofft bei der laufenden und zukünftigen Arbeit vor allem auf eines: „Weitere Spenden. Die Menschen hier sind sehr dankbar für die großzügige Unterstützung aus Österreich. Das sagen sie uns jeden Tag. Die Spenden haben den Haitianern Mut gemacht und sie packen beim Wiederaufbau kräftig mit an."

 

Spendenkonto

PSK 90.001.002, BLZ 60000,

Kennwort "Erdbeben Haiti".

 

Wenn Sie die Opfer durch eine Spende unterstützen möchten, können Sie das auch ganz einfach online machen: Online Spenden



Rückfragehinweis:

 

Edith Hütthaler

Kommunikation

Hilfswerk Austria International

Tel: +43 1 405 75 00 - 14

Mobil: +43 676 87 87 60 110

edith.huetthaler@hwa.or.at







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