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Karas: „Hände weg vom Spendengeld!“

Hilfswerk-Präsident fordert ein Ende der Verunsicherung von Spenderinnen und Spendern

Hilfswerk-Präsident Othmar Karas kritisiert die seitens der Bundesregierung via Sonderrichtlinie vorgesehene Verrechnung von Spenden gegen die Abgeltung erbrachter Leistungen der NGOs im Bereich der Hilfsmaßnahmen für Transitflüchtlinge. „Das ist ein ordnungspolitischer Denkfehler und ein verheerendes Signal im Hinblick auf künftiges Spendenengagement", ist Karas überzeugt.

"Spender wollen konkrete Projekte und die Arbeit von bestimmten NGO's unterstützen, nicht den Staat finanzieren", erklärt Karas. „2009 hat der Staat mit der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden den Mehrwert anerkannt, den Spenderinnen und Spender mit ihrem -bereits versteuerten - Geld freiwillig für das Gemeinwohl schaffen und Spenden als förderungswürdig definiert. Nun macht sich der Staat daran, dieses Engagement zu schwächen, statt zu stärken. Das ist völlig widersinnig", meint Karas.

„Es unverantwortlich, das Engagement und das Vertrauen der Spenderinnen und Spender zu untergraben, indem man Spenden gegen die staatliche Abgeltung von erbrachten Leistungen verrechnet“, stellt Karas fest. „Diese Verunsicherung von Spenderinnen und Spendern muss ein Ende haben!“, fordert Karas abschließend.