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Othmar Karas: "Mehr Sozialarbeit an Schulen!"

Hilfswerk-Präsident Othmar Karas fordert mehr Tempo bei der Bildungsreform

„Die Schulen wissen selbst am besten, was sie brauchen“, ist Hilfswerk-Präsident Othmar Karas überzeugt. Daher beurteilt er die Pläne der Bundesregierung, in Zukunft mehr Autonomie von Schulen zu ermöglichen, grundsätzlich positiv. 

„Jeder Schritt zu mehr Schulautonomie ist gut, aber mehr Tempo ist gefragt! Was wir ganz dringend brauchen, ist viel mehr soziale Arbeit an Schulen!“, fordert Karas. „In Österreich findet nur an etwa 5% der Schulen überhaupt Schulsozialarbeit statt! Und das, obwohl Fachleute im pädagogischen Bereich einhellig die positive Wirkung von sozialer Arbeit an Schulen betonen“, so Karas.

„Die Herausforderungen für Lehrer, Eltern und Schüler werden immer größer, gerade im Hinblick auf Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, soziale Inklusion und Konfliktbewältigung. Daher bräuchten wir hier auch dringend zusätzliche Ressourcen! Das zeigt uns auch der internationale Vergleich“, so Karas weiter.

„Es ist gut und richtig, dass die Bundesregierung die Schulreform vorantreibt, aber man sollte den Fokus neben der formalen Bildungsarbeit auch auf darüber hinaus gehende, äußerst wertvolle Ansatzpunkte richten: Gute Schulsozialarbeit, qualitätsvolle Freizeitbetreuung, die vielen Möglichkeiten von Sport und Kultur fördern ganzheitlich Talente, bieten Ausgleich zum Unterricht, stärken die soziale Kompetenz und das Konfliktlösungspotenzial, entlasten die Lehrerschaft und helfen den Eltern. All das hilft, ein gutes Klima für gemeinsames Lernen und Arbeiten in der Schul- und Klassengemeinschaft zu schaffen. Günstig und nachhaltig!" so Karas abschließend.