Körperliche Grenzen
Im Zusammentreffen mit Menschen gibt es für jeden von uns einen Punkt, an dem die Distanz zu einem anderen Menschen vom Angenehmen ins Unangenehme kippt. Der genaue Verlauf einer Grenze hängt nicht nur von der Person, sondern auch von der Situation ab. Was in einer bestimmten Situation mit einer bestimmten Person als angenehm empfunden wird, kann zu einem anderen Zeitpunkt und mit einer anderen Person als sehr unangenehm erlebt werden.
Man unterscheidet auch zwischen der „öffentlichen Zone“ (Bereich der Begegnung mit Personen in der Öffentlichkeit) – der „sozialen Zone“ (Körperdistanz der Begegnung mit Bekannten, Arbeitskolleginnen/-kollegen usw.) - der „persönlichen Zone“ (Körpernähe mit Freunden oder guten Bekannten) und der „Intimzone“, in die wir freiwillig nur jene lassen, denen wir vertrauen).
Wir signalisieren meist mittels Gestik, Mimik, Blick und Körperhaltung, wie weit wir andere an uns „heranlassen“ möchten - und üblicherweise werden wir darin auch verstanden und respektiert. Werden diese Signale jedoch nicht verstanden, braucht es ein klar ausgesprochenes Nein, um die Grenzen klar zu machen.
Oft muss man sich seiner Grenzen erst (wieder) bewusst werden. Wenn Sie Ihre Grenzen besser wahrnehmen möchten und wirksam ziehen möchten, dann holen Sie sich Rat bei den Beraterinnen und Beratern von KEEP BALANCE.
Selbstwert und Selbstbewusstsein
Starkes Selbstbewusstsein und ein gutes Selbstwertgefühl sind Voraussetzung, um die eigenen Grenzen wahrzunehmen, um genau zu spüren, was ich will und was nicht. Jede/r von uns hat das Recht auf einen respektvollen und achtsamen Umgang, sei es am Arbeitsplatz, in der Familie oder an anderen Orten.
Wenn das Gefühl entsteht, die persönlichen Grenzen werden durch körperliche, seelische oder auch sexualisierte Übergriffe ignoriert, so hat jede/r das Recht, das zu stoppen und aufzuzeigen. Oft haben Betroffene nicht den Mut, fühlen Scham, suchen den Fehler bei sich und schweigen.
Wenn Sie über solche Situationen und Gefühle vertrauensvoll mit jemand Außenstehenden besprechen möchten, dann wenden Sie sich an die professionellen Beraterinnen und Berater von KEEP BALANCE.
Wenn die Grenzen des Respekts und der Würde überschritten werden…
Verschieden Faktoren wie Hilflosigkeit, Ohnmachtsgefühle, existentielle Belastungen, aber auch persönliche Erfahrungen können bei Menschen zu Handlungen führen, bei denen die Grenzen des gegenseitigen Respekts – psychisch und/oder körperlich - überschritten werden. Dies kann am Arbeitsplatz, im täglichen Leben, aber auch im Familienumfeld passieren.
Subtiles Beleidigen, Beschimpfen, Heruntermachen, Ängstigen, Demütigen, Schlagen sind nur einige der vielfältigen Ausdrucksformen von Gewalt.
Gewalt – egal welcher Art - ist ein von Alter, sozialem Umfeld, Kultur und Religion unabhängiges Problem. Und oftmals ist das Thema Gewalt ein Tabu, besonders in der Familie.
Was hilft, um brennende Konflikte zu de-eskalieren? Wo beginnt Gewalt? Welche sind ihre Vorboten? Wie schaffe ich es, mich gegen Übergriffe zu wehren? Wie schütze ich meine Kinder vor Übergriffen? Was macht es mit ihnen, wenn sie Zeugen von Konflikten bzw. Gewaltausbrüchen zwischen uns Eltern sind? Wohin kann ich mich vertraulich wenden? Wie gehe ich vor bzw. was kann ich tun, wenn ich von Gewalt in anderen Familien weiß? Kommt mir vielleicht selber mal die Hand aus? Oder überschreite ich eine Grenze, von der ich eigentlich weiß, dass ich meiner Partnerin/meinem Partner oder meinem Kind damit weh tue? Wer kann mir helfen?
Bei solchen und ähnlichen belastenden Fragen sind die Beraterinnen und Berater von KEEP BALANCE gerne für Sie da. Rasch, unbürokratisch und streng vertraulich.