In einem Moment im siebten Himmel, im nächsten im Tal der Tränen? Eine kleine Bemerkung und es kracht schon wieder? Ein Verwandtschaftsbesuch steht an und es ist schon im Voraus klar, wie die Diskussion dazu ablaufen wird? Oftmals fühlen sich Beziehungen wie eine emotionale Achterbahnfahrt oder das Gehen auf Eis an. Es wird missverstanden, geschmollt, beleidigt, gestritten, alte Kränkungen wieder aufgewärmt und vielleicht um persönliche Bestätigung oder einen Liebesbeweis gebuhlt. Dabei wollen beide Seiten doch eigentlich das selbe: eine Beziehung, in der sich jede/r verstanden und gut aufgehoben fühlt.
Klare Kommunikation ist wichtig
Allzu oft gehen wir davon aus, dass die Partnerin/der Partner uns in- und auswendig kennt und damit unsere Wünsche und Erwartungen wie von selbst erfüllt. Dabei braucht es auch nach vielen Beziehungsjahren immer wieder eine klare Kommunikation: die respektvolle und wertschätzende Mitteilung darüber, was mir selber wichtig ist und was ich mir von meiner Partnerin/meinem Partner erwarte und/oder von ihr/ihm brauche.
„Bedürfnisse zu äußern ist wichtig! Wir müssen für diese aber auch einstehen, was oftmals ungleich schwieriger ist.“ weiß die Expertin, Mag. Martina Genser-Medlitsch, aus langjähriger Erfahrung.
„Wir geben nach, um Missstimmung zu vermeiden, kommen gegen die Überredungskünste der Partnerin/des Partners nicht an oder bringen es einfach aus Liebe nicht übers Herz, Nein zu sagen.“ Die Folge sind dann oft: Frust und Enttäuschung, die zu emotionalen Ausbrüchen bereits bei „Kleinigkeiten“ führen und für unser Gegenüber nicht nachvollziehbar sind. Grenzen rechtzeitig besprechen - lautet hier die Zauberformel, die uns einerseits davor schützen kann, dass wir uns selber untreu werden und andererseits eine neue Qualität in unsere Beziehung bringen kann.