Veränderungen prägen unser Leben. Sie sind zuweilen herausfordernd und verlangen einem viel ab, sie bringen aber oft auch Chancen und neue Möglichkeiten mit sich. Im Berufsleben lösen betriebliche Veränderungen, wie neue Organisationsstrukturen, Zusammenführungen von Geschäftsbereichen oder die Einführung neuer Technologien vorab viele Fragen unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Unbehagen, Unsicherheiten und Ängste können dabei immer wieder auftreten. Auf der anderen Seite wiederum ist es immer wieder beobachtbar und erlebbar, wie schnell nach einer Veränderungsphase auch wieder Ruhe einkehrt, Akzeptanz stattfindet und die positiven Aspekte ihre Wirkung entfalten können.
Unterschiedlicher Umgang mit Veränderung
Inwieweit man Veränderungen im Leben offen gegenübersteht oder sich innerlich dagegen sträubt, hängt nicht nur von der Art und Weise ab, wie Umgestaltungen angekündigt, gestaltet und durchgeführt werden, sondern auch von der eigenen Persönlichkeitsstruktur. Während manche Menschen immer wieder gerne Abwechslung in ihrer Arbeitsumgebung oder auch im Privatleben suchen, streben andere wiederum nach Beständigkeit und setzen auf (alt)bewährte Strukturen und Umgebungen. Der Umgang mit Veränderungen ist also immer auch individuell geprägt und beeinflusst unser Verhalten im täglichen Leben, vor allem in Stresssituationen. Der menschliche Körper hat für Belastungsspitzen aber idealerweise Vorkehrungen getroffen: Hormone werden zusätzlich ausgeschüttet und Energiereserven freigesetzt. Es kann auch hilfreich sein, sich an konkrete Situationen zu erinnern, in denen man früher schon mal mit von außen kommenden Veränderungen konfrontiert war und diese erfolgreich gemeistert hat. Man kann sich vor Augen führen, welche eigenen Stärken und Fähigkeiten man damals eingesetzt hat. Hilfreich ist es, sich Schritt für Schritt den Veränderungen zu stellen und vor allem dabei auch die kleinen Erfolge, die sich möglicherweise einstellen, zu beachten und zu würdigen.
Veränderung als Lernprozess
Betrachtet man Veränderungen also unter dem Aspekt des „lebenslangen Lernens“, lassen sich Unbehagen und Irritationen leichter in Offenheit für Neues, Chancen und Weiterentwicklung umwandeln. Das betrifft auch den großen Bereich der Digitalisierung, der neuen Technologien, die Hand in Hand mit modernen, innovativen Arbeitskonzepten vermehrt zum Einsatz kommen. Man kann und muss dabei nicht alles von heute auf morgen lernen. Gesteht man sich ein schrittweises Vertrautmachen mit dem Neuen und einen offenen, ehrlichen Umgang mit Fehlern zu, wird man die Vorteile vielleicht rascher als gedacht erkennen. Geduld mit sich selbst ist da eine angesagte Quelle, um sich besser umstellen zu können. Um gar nicht erst das Gefühl von Überforderung aufkommen zu lassen, ist es auch ratsam, sich selbst und seine Arbeit gut zu strukturieren. Eine klare Ordnung der Aufgaben und eine gute Organisation können dabei helfen, Zeit zu sparen, Stress zu vermeiden, den Überblick zu bewahren und die richtigen Prioritäten zu setzen. Auf keinen Fall sollte man davor zurückscheuen, das Gespräch zu suchen, wenn sich Unsicherheit breitmacht und man sich den Veränderungen nicht gewachsen fühlt. Oft hilft auch ein Blick von außen, um die Situation anders zu bewerten und neue Perspektiven erkennen zu können.
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