Jede*r kennt die Situation, wenn man morgens schon voller Vorfreude auf den Tag aus dem Bett springt – aber dann gibt es auch jene Arbeitstage, an denen es einem nicht so leichtfällt, positiv zu starten. Vielleicht, weil eine Meinungsverschiedenheit am Tag zuvor für Unbehagen sorgt, vielleicht, weil ich mich mit einer neuen Anwendung noch nicht perfekt auskenne oder weil ich unsicher bin, ob ich meine Arbeit zeitgerecht erledigen kann. All das sind Herausforderungen, die einem das Leben ganz schön schwer machen können. Manchmal sogar so schwer, dass der Frust seelisch und/oder körperliche Auswirkungen hat und auch das Privatleben beeinflusst. Erste Anzeichen für Unzufriedenheit im Job sind nachlassende Motivation, getrübte Grundstimmung oder auch erhöhte Fehlerhäufigkeiten.
Die gute Nachricht
Frust muss kein Dauerzustand sein. Man kann den Umgang damit lernen. „Um wieder Motivation für und Zufriedenheit im Job zu finden, ist es wichtig, den Frust als "Botschaft" wahrzunehmen und anzuerkennen", erläutert Expertin Mag. Martina Genser-Medlitsch. "Wodurch wird meine Motivation getrübt? Was konkret brauche ich, um wieder mit Zuversicht und Kraft zu arbeiten? Was fehlt mir? Was kann ich selbst beeinflussen? Und was kann ich nicht ändern, sondern muss einen, vielleicht anderen, Umgang damit finden?" Sich selbst in die Verantwortung bringen und aktiv verschiedene Lösungsstrategien entwickeln und vorab prüfen, ist ein erster Schritt zur Entlastung. Martina Genser-Medlitsch kann aus ihrer Erfahrung bestätigen: "Auch wenn es zu Beginn anstrengend ist, eine Veränderung für den und im Umgang mit der Situation ist meist möglich und stärkt uns sogar."
Der Rat der Expertin über den richtigen Umgang mit Frust:
- Analysiere, woher deine Unzufriedenheit konkret kommt - was oder wer sind die Auslöser?
- Überlege: "Was könnte ich selbst zur Veränderung der Situation beitragen?"
- Nimm deine Grenzen wahr und ernst.
- Sage gegebenenfalls ein konstruktives Nein.