„Christa! Christa!” – mitten im Einkaufszentrum läuft ein Kind Freude strahlend auf Christa Metzich-Cee zu. Es ist eines der über 80 Kinder, die die Gerasdorferin in ihrer 11-jährigen Laufbahn als Hilfswerk-Tagesmutter schon betreut hat.
Solche positiven Begegnungen sind kein Einzelfall für die Pädagogin. Sie hat nach einem knochentrockenen Bürojob 2015 den Umstieg zur Tagesmutter gewagt. Nach der Familiengründung war die Flexibilität, die der Beruf der Tagesmutter mit sich bringt, ideal für die 2-fache Mutter.
Der Arbeitsort Zuhause und die Arbeitszeitgestaltung waren die organisatorischen Gründe des Berufswechsels. „Und natürlich die Freude am Beruf, von den Kindern kommt ja so viel zurück“, hat die Tagesmutter ihre Entscheidung nie bereut. Außerdem konnte sie auch mehr Zeit mit ihren eigenen Kindern verbringen.
Vier Kleinkinder im Alter zwischen einem dreiviertel Jahr bis drei Jahren kommen derzeit in das helle Haus und den großen Garten von Christa Metzich-Cee: „Alle Kinder stapfen rein, als wären sie hier wirklich zu Hause.“ Jedes ihrer Schützlinge hat zum Beispiel einen fixen Platz an der Garderobe. Diese familiäre Atmosphäre vereinfacht auch die Bindung von den Kindern zur Tagesmutter. Wegen der kleinen Gruppengröße kann sie jedes Kind individuell fördern – und zwar in seinem eigenen Tempo und mit seiner eigenen Persönlichkeit. Darin sieht sie auch einen Vorteil gegenüber Kinderbetreuungseinrichtungen: „Da ich die Kinder in meinem eigenen Zuhause betreue, glaube ich, den Kindern mehr Geborgenheit und Sicherheit geben zu können.“
Kinder sollen Kinder sein können
Als ihre größte Stärke sieht Christa Metzich-Cee, dass sie jedes Tageskind fast so nimmt, wie ihr eigenes. „Die Kinder sehen mich in guten und in schlechten Tagen. Es ist das Gesamtpaket – und das bin eben nicht nur ich, sondern meine ganze Familie“, bekräftigt die Pädagogin. Und das schätzen nicht nur die Tageskinder, sondern auch die Eltern an der Kinderbetreuung sehr. Die meisten ihrer Schützlinge kommen zwischen 7.30 und 8 Uhr und bleiben bis 14.30 Uhr. „Das ist eine lange Zeit, die sie hier bei mir verbringen.“ Deshalb legt sie Wert auf einen positiven Austausch mit den Eltern. „Für mich ist es wichtig, dass die Kinder bei mir Kinder sein können und dass sie gefestigt als kleine Persönlichkeit ihren nächsten Schritt in den Kindergarten machen.“
Christa Metzich-Cee holt sich ihre Kraft und Energie am Nachmittag und am Wochenende mit ihrer Familie. Sie hat sich als selbstständige Tagesmutter ihre Arbeitszeit von Montag bis Donnerstag eingeteilt. „Am Donnerstag, wenn um 14.30 Uhr das letzte Kind geht, muss ich schon einmal durchatmen. Den Freitagvormittag habe ich nur für mich. Das ist mein Krafttag“, erzählt die Gerasdorferin.
Und was bedeutet Zuhause für die Tagesmutter selbst?
„Geborgenheit. Sicherheit. Ein Gefühl von Wärme. Ein Ort, wo man einfach man selbst sein kann. Dieses warme Gefühl, wenn man nach Hause kommt. Und das versuche ich auch den Tageskindern zu vermitteln. Die Kinder sollen reinkommen und diese Wärme und diese Geborgenheit genauso spüren wie Zuhause.“
Tagesmütter und Tagesväter betreuen Ihre Kinder zwischen 0 und 16 Jahren in familiärer Umgebung: ganz individuell, altersgerecht und mit hoher pädagogischer Qualität. Besonderer Vorteil für Eltern: Keine andere Betreuungsform ist so flexibel, denn die Betreuungszeiten werden direkt und individuell vereinbart. 900 Kinder werden durch fast 200 selbstständige Tagesmütter und Tagesväter in Kooperation mit dem Hilfswerk NÖ betreut.
Kosten der Betreuung.
Der Betreuungsbeitrag wird pro Stunde direkt mit den Tageseltern individuell vereinbart. Die gesamte Eltern-Förderung wird direkt über das Land Niederösterreich durchgeführt. Hier kann um Förderung angesucht werden: https://noe.gv.at/noe/Kinderbetreuung/NOe_Tageselternbetreuungsbeitrag.html
Beruflich durchstarten – Mit einer fundierten Ausbildung im pädagogischen Bereich!
Bei dem Lehrgang handelt es sich um eine zweistufige Ausbildung: Die Grundausbildung ist übergreifend für die „Ausbildung Tageseltern“, den "Lehrgang für Betreuungspersonen in niederösterreichischen Tagesbetreuungseinrichtungen" und die "Ausbildung Kinderbetreuer*in im NÖ Landeskindergarten und im Hort".
In dieser Phase legen die zukünfigen Tageseltern mit Themen wie Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Kommunikation und Kindersicherheit das Fundament für ihre spätere Tätigkeit. Im Aufbaumodul werden weitere Grundlagen rund um die Tageseltern-Tätigkeit und fundierte fachspezifische Kenntnisse in Bezug auf die Berufsausübung erworben. Die Ausbildung umfasst 180 Unterrichtseinheiten.
Start der nächsten Ausbildungen im Herbst 2026:
Weitere Informationen finden Sie in der Hilfswerk Akademie.
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