„Ich hab‘ dich lieb!“, „Du schaffst das!“, „Du bist nicht allein!“ Worte, die so viel bewirken können.
Denn sie vermitteln einem Kind das Gefühl, geliebt, angenommen und wertvoller Teil einer Gemeinschaft zu sein. Und das ist wichtig, damit es sich zu einem starken und selbstbewussten Menschen entwickeln kann. Die Begleitung dabei beginnt schon von Geburt an: „Schon in den ersten Wochen und Monaten des Lebens bildet sich das Urvertrauen, durch das sich das Kind so angenommen fühlt, wie es ist“, betont Familienberaterin Christine Kammerhofer. „Das Gefühl, als Mensch liebenswert zu sein, ohne perfekt zu sein, und sich mit den eigenen Stärken und Schwächen annehmen zu dürfen, das kann ich meinem Kind in jedem Alter vermitteln.“
Was wirkt denn nun positiv auf das Selbstwertgefühl?
Kindern Aufmerksamkeit und Zeit schenken. Ihnen Freiraum geben, aber gleichzeitig Grenzen setzen, die auch konsequent eingehalten werden. Ihnen zeigen, dass man auch streiten darf. „Kinder können ihre Konflikte oft ganz gut selber lösen, ohne dass man gleich schlichtend dazwischen geht“, so Kammerhofer. „Und ich darf als Mama und Papa ruhig auch mal in Anwesenheit des Kindes streiten – wenn man fair bleibt und dem Kind zeigt, dass man sich wieder versöhnt.“
„DAS MACHE ICH!“ Ganz wichtig ist, dass man den Kindern etwas zutraut und sie mit einbezieht. Schon von klein auf können sie kleine Aufgaben übernehmen und Verantwortung tragen. „Damit sieht das Kind: Ich bin wichtig, kann etwas bewirken und zur Gemeinschaft beitragen.“ Viele Studien belegen auch die positive Wirkung von ehrenamtlicher Arbeit im Kinderund Jugendalter. Und wenn mal Fehler passieren? Auch in Ordnung. Denn „Du musst nicht alles können“ und „Dafür kannst du andere Dinge ganz toll“ ist eine Haltung, die dem Kind vermittelt, dass es wertvoll ist, genau so wie es ist. „Liebe und Zuwendung dürfen nicht von Erfolg abhängen“, sagt Christine Kammerhofer. „Und wenn etwas schiefgeht, dann sollte man die Gefühle des Kindes ernst nehmen und hinterfragen, was es in dem Moment braucht. Statt einem Siegereis kann es ja vielleicht gerade ein ‚Trosteis‘ brauchen.“
MEIN KIND SIEHT SCHWARZ. Manche Kinder sehen die Welt durch eine negative Brille: Alles ist ungerecht, nix funktioniert, immer geht alles schief… „Manchmal steckt da ein ungewollter Lernprozess dahinter“, erklärt Kammerhofer, „Das Kind hat gelernt: Wenn es mir schlecht geht, dann werde ich getröstet, dann schaut man auf mich und hört mir zu. Das muss man sich als Eltern mal selbst bewusst machen und darauf achten, die positiven Aspekte aktiv zu verstärken.“ Dies kann man tun, indem man zum Beispiel ein gemeinsames Abendritual einführt. Eltern und Kind erzählen von drei Dingen, die an diesem Tag schön für sie waren. Das fokussiert auf das Positive, trainiert das aktive Zuhören und schafft außerdem eine tägliche schöne Zeit für die Familie.
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