Geld überwiesen? Auf einen falschen Link geklickt? Zugangsdaten eingegeben? Oder Wertsachen übergeben? Nach einem Betrugsfall fühlen sich viele Menschen überfordert.
Die wichtigste Botschaft: Nicht resignieren – sondern möglichst rasch handeln. Wir erklären Ihnen, was jetzt zu tun ist.
1. Keine weiteren Zahlungen leisten
Viele Betrugsmaschen enden nicht nach der ersten Zahlung. Kriminelle versuchen häufig, weitere Beträge zu verlangen. Beispielsweise: „Gebühren“, „Steuern“, „Freischaltkosten“, „Bearbeitungsentgelt“
Leisten Sie keine weiteren Zahlungen.
2. Bank kontaktieren
Wenn Bankkonto, Kreditkarte oder eine Überweisung betroffen sind, informieren Sie möglichst rasch Ihre Bank. Schildern Sie, was passiert ist. Je früher eine verdächtige Transaktion gemeldet wird, desto rascher kann geprüft werden, welche Möglichkeiten noch bestehen.
3. Passwörter und Zugänge absichern
Wenn Sie Zugangsdaten eingegeben oder weitergegeben haben: Ändern Sie das betroffene Passwort. Wenn Sie dasselbe Passwort noch bei anderen Diensten verwenden, ändern Sie es auch dort. Prüfen Sie zudem, welche Geräte oder Sitzungen mit dem Account verbunden sind.
4. Beweise sichern
Löschen Sie Nachrichten nicht vorschnell. Sichern Sie beispielsweise:
- Chatverläufe
- SMS
- E-Mails
- Telefonnummern
- Screenshots
- Internetadressen
- Zahlungsinformationen
- Kontodaten
- Profile und Benutzernamen
Diese Informationen können später wichtig sein.
5. Anzeige erstatten
Wenden Sie sich an die Polizei. Nehmen Sie möglichst viele vorhandene Informationen und Beweise mit. Auch Hinweise zu Telefonnummern, Profilen oder Konten können relevant sein.
6. Über den Vorfall sprechen
Viele Menschen schämen sich nach einem Betrugsfall. Das ist einer der Gründe, warum manche Fälle nie gemeldet werden. Doch professionelle Täterinnen und Täter arbeiten gezielt mit menschlichen Emotionen. Mit Angst. Mit Vertrauen. Mit Zeitdruck. Mit Hoffnung. Darauf hereinzufallen ist kein Grund, die Situation alleine bewältigen zu müssen. Sprechen Sie mit einer vertrauten Person.