Laut aktuellen Studien leiden etwa 8% der österreichischen Bevölkerung im Alter von 18 bis 67 Jahren an ernsthaften Schlafstörungen – nur die Hälfte von ihnen sucht sich professionelle Hilfe. Phasen mit schlechtem Schlaf sind vielen Menschen bekannt. In der Regel sind diese vorübergehend und mild ausgeprägt. Eine Schlafstörung wird definiert durch (1) anhaltende Schwierigkeiten beim Einschlafen und/oder Durchschlafen, die mindestens einen Monat andauern, und (2) ein subjektiv empfundenes deutliches Leiden. Betroffene erleben eine starke Beeinträchtigung ihrer psychischen, sozialen und beruflichen Funktionsfähigkeit.
Der Mensch ist ein sich selbst regenerierendes System: Nach einer bestimmten Zeit der Aktivität benötigt er eine Ruhephase, damit Regenerationsprozesse stattfinden können. Der Schlafbedarf variiert mit dem Alter und von Person zu Person. Neugeborene und Säuglinge benötigen zwischen 15 bis 17 Stunden Schlaf pro Nacht, während Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren mit 7 bis 9 Stunden auskommen.
Ein nicht erholsamer Schlaf kann am nächsten Tag zu Müdigkeit, verminderter Aufmerksamkeit und Konzentration sowie einer langsameren Reaktionsgeschwindigkeit führen. Langfristiger Schlafmangel kann das Risiko für verschiedene Gesundheitsprobleme erhöhen, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gewichtszunahme, Depressionen, Bluthochdruck, Migräne und andere. Ein ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist daher sowohl für die psychische als auch für die körperliche Gesundheit wichtig, da er einen positiven Einfluss auf diverse Körpersysteme wie das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Hormonsystem hat.
Schlafhygiene bezieht sich auf verschiedene Verhaltensweisen, die die Schlafqualität positiv beeinflussen können. Dazu gehören Schlafens- und Aufwachroutinen sowie Aspekte wie Ernährung, körperliche Aktivität und andere Lebensgewohnheiten. Kurz gesagt: Besseren Schlaf kann man erlernen.
Täglich ein Zubettgehen-Ritual durchführen (mit Aktivitäten, welche Sie beruhigen und entspannen, z. B. eine kurze Entspannungsübung durchführen oder Lesen – beim Lesen vermeiden sie die Inhalte, die Sie aufwühlen könnten).
Auf elektronische Geräte im Schlafzimmer verzichten.
Das blaue Licht an den Bildschirmen (Handy und Fernseher) mindestens 2 Stunden vor der Zubettgehzeit meiden.
Auf lange Nickerchen tagsüber verzichten - wenn sie ein Nickerchen machen, sollte dieses nicht mehr als 20 Minuten dauern.
Bequeme Matratze und bequemes Kissen wählen.
Sorgfältig mit den Schlafstörern (Alkohol, Koffein, Energydrinks, Cola, Schokolade) umgehen – verzichten Sie auf diese am späten Nachmittag und am Abend:
Es existiert heutzutage eine Vielzahl von Schlafstörungen, die eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachleuten aus den Bereichen Medizin, Psychologie und Schlaflabors erfordern. Sollten Sie über einen längeren Zeitraum unter Schlafmangel leiden, ist es ratsam, einen Termin bei Ihrer*Ihrem Hausärztin oder Hausarzt oder anderen anerkannten medizinischen Expertinnen und Experten zu vereinbaren.
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