Im heutigen Alltag fühlen sich immer mehr Kinder und Jugendliche stark unter Druck gesetzt und überfordert. Ein Berg an Hausaufgaben, der nach dem Schultag wartet, der Wechsel in eine neue Schulklasse, Prüfungen, Termine am Nachmittag wie Musikunterricht oder Fußballtraining – all diese Anforderungen können dazu führen, dass Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten haben, sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, ihre Emotionen zu regulieren und eine tiefere Verbindung zu sich selbst und ihrer Umgebung aufzubauen. In einer Welt, die von ständiger Ablenkung und einem rasenden Tempo geprägt ist, suchen Eltern und Erziehungsberechtigte oft nach Wegen, um ihren Kindern zu helfen. Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren, kann eine Möglichkeit sein, Kindern zu mehr Gelassenheit und Resilienz zu verhelfen.
Achtsamkeit ist ein bewusster Zustand des Geistes, der aus dem Buddhismus stammt und eine helle Wachsamkeit aller Sinne im gegenwärtigen Moment bedeutet. In diesem Zustand erlebt man sich selbst und die Umwelt vollständig im Hier und Jetzt, ohne Wertung und mit voller Konzentration auf das Gegenwärtige.
Eine Möglichkeit, Kindern Achtsamkeit näherzubringen, ist durch kleine Übungen im Alltag. Vor dem Zubettgehen können Eltern ihren Kindern eine Fantasiereise erzählen, die sie an einen schönen Ort führt, wo sie Ruhe und Entspannung spüren. Vor dem Start der Hausaufgaben kann eine kurze, stille Minute eingelegt werden, in der gemeinsam tief durchgeatmet wird, um den Fokus zu schärfen und konzentriert an die Aufgaben heranzugehen. Im Freien können Eltern ihre Kinder ermutigen, ihre Umwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen. Diese Übungen helfen den Kindern, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und sich bewusst auf ihre Umgebung zu konzentrieren.
Achtsamkeit kann einen bedeutenden Einfluss auf die psychische Gesundheit von Kindern haben. Erstens hilft sie Kindern, Stress abzubauen, indem diese lernen, den gegenwärtigen Moment zu erkennen und den Geist zu beruhigen. Zweitens ermöglicht Achtsamkeit eine bewusste Wahrnehmung von Emotionen, ohne sie zu bewerten oder zu unterdrücken, was zu einer verbesserten Emotionsregulation führt und psychische Belastungen wie Angst und Depression reduzieren kann. Drittens führt die Praxis der Achtsamkeit zu einer besseren Selbstwahrnehmung, was das Selbstbewusstsein und die Selbstakzeptanz steigert. Viertens fördert sie die Konzentration und Klarheit des Denkens, indem sie die Fähigkeit verbessert, Ablenkungen zu minimieren und sich auf Aufgaben zu fokussieren. Schließlich trägt Achtsamkeit zur Entwicklung von Mitgefühl und Empathie bei, sowohl für sich selbst als auch für andere, was die sozialen Beziehungen stärkt und zu einem positiven psychischen Zustand beiträgt.
Autorinnen des Artikels: Das Team des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Zentrums.
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