Vom Telefon, das einst die Kommunikation revolutionierte, über den Game Boy, der Generationen von Jugendlichen begeisterte, bis hin zur heutigen Ära, in der virtuelle Brillen neue Welten eröffnen: Die Technologie hat unseren Alltag grundlegend verändert. Künstliche Intelligenz, die nicht nur Texte schreibt und korrigiert, sondern auch Bilder generiert, und selbstfahrende Autos, die das Konzept der Mobilität neu definieren sind unter anderem bereits Teil unserer Gegenwart. Blicken wir in die Zukunft, steht uns möglicherweise der nächste große Sprung bevor – der biomedizinische Einsatz von implantierten Chips könnte unsere Lebensweise und Gesundheitsversorgung erneut revolutionieren.
Digitale Technologien sind mittlerweile fest in unserem Alltag und in der Arbeitswelt verankert. Das grundlegende Verständnis und die Fähigkeit, verschiedenste Geräte und Programme zu nutzen, sind in allen Berufsfeldern nahezu unverzichtbar geworden. Die Palette reicht von der Kommunikation per E-Mail über die Nutzung von Gesundheitsplattformen bis hin zum Formatieren von Lebensläufen und der Online-Jobsuche. Personen, die sich im Umgang mit digitalen Medien nicht zurechtfinden, stehen oftmals vor erheblichen Nachteilen.
Für die Generation Alpha, die seit dem Jahr 2010 zur Welt kommt, scheint der Umgang mit digitalen Medien so selbstverständlich zu sein, dass sie die "Wischgeste" eines Smartphones oft beherrschen, bevor sie ihre ersten Worte sprechen. Digitale Medien sind für diese Generation also ein integraler Bestandteil ihres Alltags. Daher stellt sich nicht die Frage, ob Kinder mit oder ohne digitale Medien aufwachsen sollten. Sondern vielmehr, wann, wie und zu welchem Zweck digitale Medien sinnvoll eingesetzt werden können und wie damit umzugehen ist.
Ein übermäßig früher und häufiger Gebrauch von Smartphones und Tablets kann bei Kleinkindern nachweislich die Sprachentwicklung verzögern. Dies liegt daran, dass die direkte Kommunikation mit Bezugspersonen, die ein essentieller Faktor für die Sprachentwicklung ist, durch die Bildschirmzeit reduziert wird. Es ist daher entscheidend, dass Eltern darauf achten, ihre Kinder auf vielfältige Weise zu beschäftigen und bewusst Zeit mit ihnen zu verbringen. Smartphones sollten keinesfalls als Erziehungsinstrumente missverstanden werden.
Vergessen Sie nie: Sie sind das größte Vorbild für Ihr Kind! Ihr Umgang mit dem Smartphone und anderen digitalen Geräten setzt Standards für Ihre Familie. Es ist wichtig, dass Sie bewusst entscheiden, wann und wie Sie digitale Medien nutzen – insbesondere in gemeinsamen Momenten, wie zum Beispiel beim Abendessen, sollte das Handy auf jeden Fall beiseitegelegt werden. Bieten Sie Ihren Kindern altersgerechten Zugang zu digitalen Inhalten und nutzen Sie dies als Chance für Bildung und gemeinsame Aktivitäten. Es ist essenziell, mit Ihren Kindern über ihre Mediennutzung zu sprechen: Dies fördert nicht nur das kritische Denken, sondern stärkt auch die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind.
Mein bester Tipp lautet: Lassen Sie sich von Ihrem Kind dessen digitale Welt zeigen. Jedes Kind hat seine eigene Perspektive, Interessen, Motivationen, Träume und Wünsche. Bevor Sie bestimmte Verhaltensweisen oder Inhalte voreilig kritisieren, versuchen Sie, zu verstehen, was Ihr Kind an bestimmten digitalen Aktivitäten so begeistert. Nehmen Sie sich die Zeit, gemeinsam zu spielen, lassen Sie sich Webseiten, Apps oder Spiele zeigen, sprechen Sie darüber und zeigen Sie ehrliches Interesse. Dieser gemeinsame Austausch ermöglicht es Ihnen nicht nur, potenzielle Risiken und Gefahren zu erkennen, sondern auch die Chancen und positiven Aspekte der digitalen Inhalte, die Ihr Kind konsumiert, zu verstehen. Darüber hinaus könnten Sie dadurch Inspirationen finden, welche alternativen Aktivitäten Sie Ihrem Kind anbieten können, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich sein können. Indem Sie sich informieren und mit Ihrem Kind austauschen, können Sie es besser bei einer gesunden Mediennutzung unterstützen.
Im Zusammenhang mit Mediennutzung können zahlreiche Problematiken auftreten. Die Herausforderungen reichen von Schwierigkeiten, Nutzungsgrenzen zu setzen, über exzessiven Medienkonsum und Abhängigkeit bis hin zu ernsthaften Problemen wie Cybermobbing und Internetbetrug. Selten ist der digitale Medienkonsum alleine das Thema – oft gibt es andere Probleme im Hintergrund. So kann etwa eine psychiatrische oder entwicklungspsychologische Problematik, familiäre Themen oder Probleme mit Gleichaltrigen maßgeblich dazu beitragen, dass ein exzessiver Medienkonsum begünstigt oder verstärkt wird.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob der Medienkonsum Ihres Kindes bereits problematische Züge annimmt, und Sie an Ihre Grenzen stoßen, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt ein breites Spektrum an Unterstützungsangeboten, von Beratungsstellen, Kinder- und Jugend Einrichtungen, über Hotlines und Workshops bis hin zu Kinder- und Jugendpsychiatrischer Hilfe, psychologischer Diagnostik und psychotherapeutischer Behandlung. Diese Angebote sind speziell darauf ausgerichtet, individuell passende Lösungen für die jeweilige Lage zu finden.
Um sich eine Pause von der ständigen Digitalisierung zu gönnen, gibt es kaum etwas Wirksameres, als sich in die Natur zu begeben. Sowohl ein Urlaub als auch kleinere Auszeiten im Grünen können Wunder für Sie und Ihre Familie bewirken. Im hektischen Alltag kann bereits eine kurze Achtsamkeitsübung von nur 10 Minuten erstaunliche Effekte haben. Nutzen Sie Ihre Sinne gezielt, um den Moment voll auszukosten: Riechen Sie an einer Blume, genießen Sie den Prozess des Kochens, legen Sie sich in eine Wiese und lassen Sie Ihren Blick über die Wolken schweifen, vertiefen Sie sich in die Seiten eines guten Buches, balancieren Sie über einen schmalen Steg, oder schauen Sie einfach aus dem Fenster und beobachten Sie bewusst, was dort geschieht. Entdecken Sie die Freude am Unmittelbaren wieder und finden Sie zurück zu einem ausgeglichenen Lebensrhythmus.
Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die Psychosozialen Beratungsstellen des Hilfswerks, Streetwork und Jugendarbeit, an das Kinder- und Jugendpsychiatrische Zentrum an saferinernet.at und an Rat auf Draht.
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