Die Sommer werden heißer, und Hitzewellen verschärfen soziale Ungleichheiten – eine Entwicklung, vor der auch UNO und WHO warnen. In den Nachbarschaftszentren und im Club 21 des Wiener Hilfswerks stehen die heißen Sommermonate deshalb auch im Zeichen des niederschwelligen und kostenlosen Zugangs zu kühlen Orten – in Kooperation mit der Stadt Wien.
Wien, 10.8.2026 – Um allen Menschen an heißen Sommertagen unkompliziert Entlastung zu bieten, beteiligt sich das Wiener Hilfswerk an der Initiative „Coole Zonen“ der Stadt Wien. Die kostenfrei zugänglichen, angenehm temperierten Innenräume stehen während der Sommermonate allen Menschen offen und bieten kühle Aufenthaltsbereiche, Sitzgelegenheiten und Trinkwasser. Zu den Standorten des Wiener Hilfswerks zählen das Nachbarschaftszentrum 2 (Vorgartenstraße 145–157, Stiege 1, Erdgeschoß), das Nachbarschaftszentrum 7 (Schottenfeldgasse 29/2), das Nachbarschaftszentrum 15 (Sechshauser Straße 76) sowie der Club 21 (Stadtbahnbogen 132).
„Die Atmosphäre ist sehr angenehm – nette Menschen, ein kurzer Weg, man kennt sich, man fühlt sich wohl“, so eine Besucherin über die Coole Zone im Nachbarschaftszentrum 7.
Hitze als soziale Frage
Menschen mit geringem Einkommen sind von den Folgen extremer Hitze besonders stark betroffen, weil sie häufig in schlecht gedämmten Wohnungen ohne ausreichende Beschattung leben und sich Maßnahmen zur Kühlung oft nicht leisten können. Studien zeigen, dass armutsbetroffene Familien ihre Wohnungen im Sommer als „unerträglich“ erleben, Kinder unter Schlafproblemen leiden und Klimaanlagen oder andere Kühlmöglichkeiten aus finanziellen Gründen meist keine Option sind. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass Menschen mit niedrigem Einkommen aufgrund schlechterer Wohnverhältnisse, geringerer Anpassungsmöglichkeiten und einer höheren gesundheitlichen Vorbelastung einem deutlich höheren Risiko durch Hitze ausgesetzt sind.[1]
Laut UNO gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Klimakrise und sozialer Ungleichheit.[2] Die Vereinten Nationen betonen, dass die Folgen des Klimawandels jene Menschen am stärksten treffen, die bereits in vulnerablen Lebenslagen sind – unter anderem aufgrund von Armut. Extreme Hitze verschärft bestehende Ungleichheiten und stellt eine wachsende Herausforderung für Gesundheit, Wohnen und soziale Teilhabe dar.
„Hitze trifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Wer in einer kleinen, schlecht gekühlten Wohnung lebt oder sich keine Möglichkeiten zur Abkühlung leisten kann, ist besonders belastet. Unsere Nachbarschaftszentren und der Club 21 sind Orte der Begegnung und des solidarischen Miteinanders. Mit den Coolen Zonen schaffen wir an vier Standorten ein kostenloses Angebot, das allen Menschen offensteht und zeigt: Hitzeschutz ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, ergänzt Michael Eibensteiner, Leiter der Wiener Hilfswerk Nachbarschaftszentren.
Coole Zonen: Öffnungszeiten und Orte
Wiener Hilfswerk - Nachbarschaftszentrum 2 - Leopoldstadt
Adresse: 2., Vorgartenstraße 145-157, Stiege 1, Erdgeschoß
Öffnungszeiten: Juni: Dienstag von 9 bis 12 Uhr
2. bis 16. Juli und 4. bis 27. August: Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr
Barrierefrei zugänglich.
Wiener Hilfswerk - Nachbarschaftszentrum 7 - Neubau
Adresse: 7., Schottenfeldgasse 29/2
Öffnungszeiten: Juni bis August
Montag von 9 bis 12 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
Barrierefrei zugänglich.
Wiener Hilfswerk - Nachbarschaftszentrum 15
Adresse: 15., Sechshauser Straße 76
Öffnungszeiten: Juni bis August
Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr
Freitag von 10 bis 12 Uhr
Sonntag von 13 bis 18 Uhr (ab einer Außentemperatur von 25 Grad Celsius)
Barrierefrei zugänglich.
Club 21 (Wiener Hilfswerk)
Adresse: 9., Stadtbahnbogen 132, gegenüber Währinger Gürtel 120
Öffnungszeiten: 1. bis 23. Juli sowie 19. bis 27. August,
Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 19 Uhr
Barrierefrei zugänglich.
[1] https://www.statistik.at/fileadmin/publications/Zwischenbericht_Umweltgerechtigkeit_Juli_2025.pdf?
Hilfswerk Nachbarschaftszentren
Seit über 40 Jahren sind die zehn Wiener Hilfswerk Nachbarschaftszentren Orte der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und sozialer Schichten. Mit rund 60 hauptamtlichen und rund 1.100 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Hilfswerk Nachbarschaftszentren überparteilich und überkonfessionell. Respekt, Akzeptanz, Gleichberechtigung und Teilhabe sind ihre Grundsätze. Die Nachbarschaftszentren des Wiener Hilfswerks werden gefördert vom Fonds Soziales Wien aus Mitteln der Stadt Wien. Weitere Informationen: www.nachbarschaftszentren.at
Wiener Hilfswerk
Das Wiener Hilfswerk ist eine gemeinnützige, soziale und neutrale Organisation, die im Bereich der mobilen Pflege- und Sozialdienste, in der Kinderbetreuung sowie in der Wohnungslosenhilfe tätig ist. Es betreibt Tageszentren für Senior*innen, Seniorenwohngemeinschaften, Nachbarschaftszentren, Freizeiteinrichtungen für Menschen mit und ohne Behinderungen sowie Sozialmärkte (SOMA). Mit ihren Sozialökonomischen Betrieben Haus- und Heimservice und SOMA 7 leistet die Organisation auch einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsmarktintegration. Das Wiener Hilfswerk beschäftigt rund 2.000 haupt- und ehrenamtliche sowie freiwillige Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen: www.wiener.hilfswerk.at
Rückfragehinweis:
David Weichselbaum – Wiener Hilfswerk
T: +43 1 512 36 61-1455, M: +43 664 618 93 13
E: presse(at)wiener.hilfswerk.at / www.wiener.hilfswerk.at
Eva Pilipp – Wiener Hilfswerk
T: +43 1 512 36 61-1454, M: +43 664 840 42 25
E: presse(at)wiener.hilfswerk.at / www.wiener.hilfswerk.at
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