Nachbarschaft wirkt: Deshalb laden das Wiener Hilfswerk und die Stadt Wien alle Wiener*innen dazu ein, ihre persönlichen Geschichten gelebter Nachbarschaft via Social Media Videos zu teilen – denn Begegnungen stärken soziale Teilhabe und die Solidarität in der Großstadt. Einreichungen sind von 1. September bis 31. Oktober 2026 möglich. Es warten Preise bis zu 4.000 Euro.
Wien, 19.8.2026 – Ob kleine Tauschbörsen im Wohnhaus, Lernhilfe für Kinder und Jugendliche oder niederschwellige Nachbarschaftsfeste: Zusammenhalt beginnt dort, wo Menschen füreinander da sind. Mit einer Kick-off-Veranstaltung gaben das Wiener Hilfswerk und die Stadt Wien gestern den Startschuss für die Initiative „WIEnIEMAND ALLEIN – 500 Geschichten, die Wien zusammenhalten“. Vorgestellt wurde die Initiative im Nachbarschaftszentrum 2 des Wiener Hilfswerks von Sabine Geringer, Geschäftsführerin des Wiener Hilfswerks, Peter Hacker, amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, und Josef Taucher, Initiator des Nachbarschaftstags in Wien, Landtagsabgeordneter und SPÖ Klubvorsitzender. An der Veranstaltung nahmen außerdem Multiplikator*innen aus den Nachbarschaftszentren sowie Mitglieder der sechsköpfigen Jury (Josef Taucher, Sabine Hofer-Gruber, Senior*innenbeauftragte der Stadt Wien, Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, Maksymilian Baumann und Amira Victor von wien.stabil, die journalistische Unterhaltungsshow, sowie Sabine Geringer) teil.
Ziel der Initiative ist es, innerhalb von acht Wochen persönliche Videogeschichten zu sammeln, die zeigen, wie kleine Gesten den sozialen Zusammenhalt stärken, Einsamkeit entgegenwirken und ein gelungenes Zusammenleben in der Großstadt fördern. Drei ausgewählte Geschichten werden von der Jury bei der Abschlussveranstaltung mit Preisen bis zu 4.000 Euro besonders gewürdigt.
Wo Nachbarschaft gelebt wird, wächst sozialer Zusammenhalt
Gerade in Städten sind Orte der Begegnung wichtiger denn je. Laut einer aktuellen Studie der Statistik Austria[1] fühlen sich 72 Prozent der Menschen in Österreich in ihrer Nachbarschaft wohl, in Städten liegt dieser Anteil jedoch bei nur 65 Prozent. Während in ländlichen Regionen rund drei Viertel der Menschen die meisten ihrer Nachbar*innen kennen, trifft das in urbanen Gebieten nur auf jede fünfte Person zu. Umso wichtiger sind Initiativen, die Begegnungen fördern und soziale Teilhabe im unmittelbaren Lebensumfeld stärken.
„Es freut mich besonders, dass dieses Projekt unsere Orte der Begegnung und die Menschen, die sie ermöglichen, ins Rampenlicht rückt. Denn sie zeigen: Egal ob jung oder alt, sozialer Zusammenhalt entsteht genau dort, wo aus Begegnungen echte Gemeinschaft wird. All diese kleinen und großen Geschichten machen Wien am Ende zu dem, was es ist: eine lebenswerte Stadt des Zusammenhalts. Ich bin schon sehr gespannt darauf zu sehen, welche großartigen Ideen und Initiativen eingebracht werden“, so Peter Hacker, amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport.
Wiener Hilfswerk Nachbarschaftszentren: Orte der Begegnung, Orte der Vielfalt
Die zehn Nachbarschaftszentren des Wiener Hilfswerks leisten seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in Wien. Mit jährlich mehr als 220.000 Besucher*innen sind sie Orte der Begegnung, der Solidarität und der gesellschaftlichen Teilhabe. Aktuelle Wirkungsdaten zeigen, dass 97 Prozent der befragten Besucher*innen ihre gesellschaftliche Teilhabe durch die Angebote der Nachbarschaftszentren gestärkt sehen und mehr als neun von zehn von einer höheren Lebensqualität berichten.
„Sozialer Zusammenhalt entsteht nicht von selbst – er wächst dort, wo Menschen einander begegnen, sich gegenseitig unterstützen und sich als Teil einer Gemeinschaft erleben. Unsere Nachbarschaftszentren schaffen genau diese Räume der sozialen Teilhabe. Mit der Initiative 'WIEnIEMAND ALLEIN' möchten wir die vielen Geschichten sichtbar machen, die zeigen, wie wertvoll Nachbarschaft für ein gutes Miteinander in Wien ist und wie viel schon kleine Gesten – wie eine gemeinsame Plauderstunde, Hilfe beim Einkaufen oder ein Paket entgegenzunehmen – bewirken können“, freut sich Sabine Geringer, Geschäftsführerin Wiener Hilfswerk, zum Start der Initiative.
„Eine gute Nachbarschaft ist das soziale Immunsystem einer Stadt. Wien lebt vom Miteinander – vom kurzen Plausch im Stiegenhaus bis zur schnellen Hilfe über den Gartenzaun. Mit unserer Initiative 'WIEnIEMAND ALLEIN' holen wir jene Menschen vor den Vorhang, die dieses Miteinander tagtäglich leben. Wir zeichnen Menschen aus, die hinschauen statt wegzusehen, Nachbarinnen und Nachbarn unterstützen und Wiens Grätzel zu echten Lebensräumen machen. Ob organisierte Nachbarschaftshilfe, gemeinsame Hofprojekte oder die kleine Geste im Alltag – jedes Engagement zählt und stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt. So geht Nachbarschaft mit Herz. So geht Wien“, so Josef Taucher, Initiator des Nachbarschaftstags in Wien, Landtagsabgeordneter und SPÖ Klubvorsitzender.
Mitmachen – so geht‘s
Mitmachen können alle Wiener*innen: Gesucht werden kurze Instagram-Reels, die zeigen, wie Nachbarschaft wirkt, Gemeinschaft entsteht und Menschen füreinander da sind. Denn jede Geschichte macht sichtbar, was Wien im Innersten zusammenhält.
Alle Infos zur Initiative „WIEnIEMAND ALLEIN – 500 Geschichten, die Wien zusammenhalten“ unter www.nachbarschaftszentren.at/wieniemandallein
Hilfswerk Nachbarschaftszentren
Seit über 40 Jahren sind die zehn Wiener Hilfswerk Nachbarschaftszentren Orte der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und sozialer Schichten. Mit rund 60 hauptamtlichen und rund 1.350 freiwilligen Mitarbeiter*innen sind die Hilfswerk Nachbarschaftszentren überparteilich und überkonfessionell. Respekt, Akzeptanz, Gleichberechtigung und Teilhabe sind ihre Grundsätze. Die Nachbarschaftszentren des Wiener Hilfswerks werden gefördert vom Fonds Soziales Wien aus Mitteln der Stadt Wien. Weitere Informationen: www.nachbarschaftszentren.at
Wiener Hilfswerk
Das Wiener Hilfswerk ist eine gemeinnützige, soziale und neutrale Organisation, die im Bereich der mobilen Pflege- und Sozialdienste, in der Kinderbetreuung sowie in der Wohnungslosenhilfe tätig ist. Es betreibt Tageszentren für Senior*innen, Seniorenwohngemeinschaften, Nachbarschaftszentren, Freizeiteinrichtungen für Menschen mit und ohne Behinderungen sowie Sozialmärkte (SOMA). Mit ihrem Sozialökonomischen Betrieb, bestehend aus Haus- und Heimservice und SOMA 7, leistet die Organisation auch einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsmarktintegration. Das Wiener Hilfswerk beschäftigt rund 2.000 haupt- und ehrenamtliche sowie freiwillige Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen: www.wiener.hilfswerk.at.
Rückfragehinweis
David Weichselbaum
T: +43 1 512 36 61-1455, M: +43 664 618 93 13
E: presse(at)wiener.hilfswerk.at / www.wiener.hilfswerk.at
Eva Pilipp – Wiener Hilfswerk
T: +43 1 512 36 61-1454, M: +43 664 840 42 25
E: presse@wiener.hilfswerk.at / www.wiener.hilfswerk.at
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